Zahnversicherung Österreich – Zahnersatz & Implantate absichern

Zahnbehandlungen können teuer werden. Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt nur einen kleinen Teil der Kosten, besonders bei Zahnersatz, Implantaten und kieferorthopädischen Behandlungen. Eine private Zahnversicherung schließt diese Lücke und schützt vor hohen Eigenkosten.

Was leistet die Krankenkasse?

Die österreichischen Krankenkassen übernehmen grundlegende Zahnbehandlungen wie Füllungen, Wurzelbehandlungen und Zahnextraktionen. Bei Zahnersatz sieht es anders aus: Für Kronen, Brücken und Prothesen gibt es nur Festzuschüsse, die weit unter den tatsächlichen Kosten liegen.

Implantate werden von der Kasse gar nicht bezahlt. Auch hochwertige Materialien wie Keramik oder Gold müssen privat finanziert werden. Bei Zahnspangen für Kinder übernimmt die Kasse nur einen Teil, und nur bei schweren Fehlstellungen.

Leistungen der Zahnversicherung

Eine private Zahnversicherung deckt je nach Tarif folgende Bereiche ab:

Erstattungshöhe und Staffelung

Die meisten Zahnversicherungen arbeiten mit einer Staffelung der Erstattung. In den ersten Jahren sind die Leistungen begrenzt, danach steigt die Erstattung auf das volle Niveau.

Ein typisches Beispiel: Im ersten Jahr maximal 500 Euro, im zweiten Jahr 1.000 Euro, im dritten Jahr 1.500 Euro, ab dem vierten Jahr unbegrenzt. Diese Staffelung soll verhindern, dass Versicherte kurz nach Abschluss teure Behandlungen einreichen.

Die Erstattungsquote liegt meist zwischen 70 und 90 Prozent der Kosten, abzüglich der Kassenleistung.

Kosten einer Zahnversicherung

Zahnversicherungen beginnen bei etwa 10 Euro monatlich für einfache Tarife. Umfassende Tarife mit Implantat-Leistungen kosten zwischen 30 und 60 Euro pro Monat.

Das Alter spielt bei Zahnversicherungen eine geringere Rolle als bei anderen Krankenzusatzversicherungen. Wichtiger ist der aktuelle Zahnstatus. Fehlende Zähne oder laufende Behandlungen können zum Ausschluss führen.

Wartezeiten bei der Zahnversicherung

Die Wartezeiten sind bei Zahnversicherungen besonders lang. Für Zahnersatz und Implantate gelten oft acht bis zwölf Monate Wartezeit. Einfache Behandlungen und Prophylaxe können nach drei Monaten in Anspruch genommen werden.

Manche Versicherungen bieten Tarife ohne Wartezeit an, verlangen dafür aber eine Zahnstaffel oder höhere Prämien.

Tipps für den Abschluss

Schließen Sie eine Zahnversicherung ab, solange Ihre Zähne noch gesund sind. Bereits geplante oder laufende Behandlungen werden nicht übernommen.

Achten Sie auf die Leistungen für Implantate, falls diese für Sie relevant sind. Nicht alle Tarife decken Implantate ab, und wenn doch, oft nur begrenzt.

Die professionelle Zahnreinigung sollte ohne große Einschränkungen erstattet werden. Sie ist eine wichtige Vorsorgemaßnahme und wird ein- bis zweimal jährlich empfohlen.

Für wen ist die Zahnversicherung sinnvoll?

Eine Zahnversicherung lohnt sich besonders für: